Ein DSGVO-Compliance-Programm umfasst in der Regel Governance, dokumentierte Richtlinien, Verarbeitungsverzeichnisse, Risikomanagement und Überwachungstätigkeiten. Es deckt zudem Folgenabschätzungen, Vorfallbehandlung und interne Prüfungen ab, um Mängel und Verbesserungen nachzuverfolgen.
Ein DSGVO-Compliance-Programm ist die Gesamtheit der Governance- und Betriebspraktiken, mit denen eine Organisation ihre DSGVO-Pflichten erfüllt und Rechenschaft nachweist. Aus Sicht der DSB muss das Programm strukturiert genug sein, um konsistente Entscheidungen und wiederholbare Nachweise zu erzeugen, und dennoch zur Verarbeitungsrealität der Organisation passen.
Governance beginnt mit klaren Rollen und Eskalationswegen. Die Kursinhalte heben die Benennung der DSB und die Beziehung zur Leitungsebene hervor, die entscheidend dafür sind, Compliance-Entscheidungen handlungsfähig zu machen. Das Programm stützt sich zudem auf dokumentierte Richtlinien, die Erwartungen an Verarbeitung, Zugriff, Aufbewahrung und Reaktion auf Vorfälle festlegen.
Die operative Dokumentation ist ein weiterer Kernbestandteil. Das Führen eines Verzeichnisses von Verarbeitungstätigkeiten ist eine praktische Grundlage, weil es Verarbeitung sichtbar macht: welche Daten zu welchem Zweck und unter welchen Massnahmen verarbeitet werden. Ein Verzeichnis stützt auch das Risikomanagement, indem es zeigt, wo Verarbeitung mit höherem Risiko besteht und welche Minderungsmassnahmen vorhanden sind.
Risikomanagement und Folgenabschätzung stehen neben der Dokumentation. Die Programminhalte umfassen einen Risikomanagementprozess und Datenschutz-Folgenabschätzungen. Folgenabschätzungen helfen zu bewerten, ob Massnahmen für Verarbeitung mit höherem Risiko angemessen sind, und schaffen einen Nachweis der Begründung hinter Entscheidungen.
Überwachung und kontinuierliche Verbesserung halten das Programm lebendig. Der Kurs umfasst Überwachung und Messung der Compliance, internes Audit, Behandlung von Nichtkonformitäten und kontinuierliche Verbesserung. Diese Tätigkeiten erzeugen die für die Rechenschaft nötigen Nachweise und stellen sicher, dass Mängel erkannt, behoben und bis zum Abschluss verfolgt werden. Vorfallmanagement und Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten werden ebenfalls behandelt, da Behandlung und Dokumentation von Vorfällen wesentliche Teile der operativen Compliance sind.
Viele Organisationen erstellen DSGVO-Artefakte, bauen aber kein System. Der Unterschied ist die Überwachung. Wenn Sie nicht zeigen können, was Sie geprüft, was Sie festgestellt und was Sie korrigiert haben, hält das Programm einer Prüfung nicht stand. Eine DSB sollte einen Überwachungsrhythmus definieren, ihn am Verarbeitungsverzeichnis der Organisation ausrichten und sicherstellen, dass Ergebnisse als Nachweise festgehalten werden.
Halten Sie das Programm praktisch. Nutzen Sie das Verzeichnis, um Massnahmen zu priorisieren, setzen Sie Folgenabschätzungen für Verarbeitung mit höherem Risiko ein und behandeln Sie Vorfälle als Lernquelle. So wird kontinuierliche Verbesserung zur Routine statt zum jährlichen Kraftakt.
Eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr, sondern eine Grunderwartung. Diese Schulung befähigt Fachleute, ein Informationssicherheits-Managementsystem aufzubauen und zu betreiben, das im operativen Umfeld tatsächlich funktioniert.
View courseDiese Schulung ISO/IEC 27701 Lead Implementer richtet sich an Fachleute, die ein Datenschutz-Managementsystem (PIMS) konzipieren, einführen und betreiben müssen, das in der Praxis funktioniert und nicht nur auf dem Papier.
View courseDiese Schulung unterstützt Datenschutz- und Sicherheitsfachleute, die für die Umstellung eines bestehenden Datenschutz-Managementsystems (PIMS) von ISO/IEC 27701:2019 auf ISO/IEC 27701:2025 verantwortlich sind.
View courseDer erste Tag behandelt Konzepte und Grundsätze der DSGVO. Die Tage zwei bis vier behandeln die Benennung der DSB und die Programmanalyse, die operative DSB-Tätigkeit sowie Überwachung mit kontinuierlicher Verbesserung.
Eine oder ein Datenschutzbeauftragter nach DSGVO berät die Organisation zu ihren DSGVO-Pflichten und überwacht, wie gut diese erfüllt werden. Zur Rolle gehören auch die Abstimmung mit der Leitungsebene und die Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde, sofern erforderlich.
Die PECB-Prüfung zum zertifizierten Datenschutzbeauftragten ist an definierten Kompetenzbereichen ausgerichtet und wird online durchgeführt. Die angegebene Prüfungsdauer beträgt drei Stunden.
Der Kurs verbindet die Anforderungen der DSGVO mit den Verantwortlichkeiten der DSB über Governance, Dokumentation, Folgenabschätzung, Vorfälle und Überwachung hinweg. Er umfasst zudem Wiederholungsübungen und einen Übungstest zur Prüfungsvorbereitung.
Browse all FAQs →
Full knowledge base
Notwendige Cookies sind immer aktiv. Sie können nicht wesentliche Cookies akzeptieren, ablehnen oder Ihre Einstellungen anpassen.