Was wird nach ISO 37301 auditiert?

ISO-37301-Audits beurteilen, ob ein Compliance-Managementsystem im Einklang mit den definierten Anforderungen gestaltet, umgesetzt und aufrechterhalten wird. Der Fokus liegt auf Governance, Massnahmen, Prozessen und den Nachweisen, die die Compliance-Aktivitäten stützen.

Ein ISO-37301-Audit bewertet ein Compliance-Managementsystem (CMS) als strukturiertes Managementsystem und nicht als eine Ansammlung isolierter Massnahmen. Auditoren beurteilen, ob die Organisation ihr CMS im Einklang mit den Anforderungen der ISO 37301 etabliert, umgesetzt, aufrechterhalten und verbessert hat.

Der Auditumfang umfasst üblicherweise Governance-Regelungen, die Identifikation von Compliance-Verpflichtungen, operative Massnahmen, Rollen und Verantwortlichkeiten, Überwachungsaktivitäten und Korrekturmassnahmen. Auditoren prüfen, wie Compliance-Ziele festgelegt werden, wie Risiken behandelt werden und wie sich das CMS in die organisatorische Entscheidungsfindung einfügt.

Nachweise stehen im Mittelpunkt des Audits. Auditoren prüfen dokumentierte Information, führen Interviews mit relevanten Personen und beobachten Aktivitäten, um festzustellen, ob das CMS wie beschrieben funktioniert. Evidenzbasiertes Auditieren stellt sicher, dass Schlussfolgerungen durch überprüfbare Fakten und nicht durch Annahmen gestützt werden.

Der Kurs betont die Auslegung der ISO-37301-Kapitel im Auditkontext. Dazu gehört das Verständnis, wie die Anforderungen der Kapitel 4 bis 10 in auditierbare Massnahmen und Prozesse übersetzt werden. Letztlich stellt ein ISO-37301-Audit Konformität und Wirksamkeit fest; Feststellungen können Konformitäten, Nichtkonformitäten oder Verbesserungspotenziale umfassen, die alle fundierte Entscheidungen über Compliance-Governance und Korrekturmassnahmen unterstützen.

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  • ISO-37301-Audits beurteilen Governance, Massnahmen und Compliance-Prozesse.
  • Audits stützen sich auf dokumentierte Information, Interviews und Beobachtungen.
  • Evidenzbasiertes Auditieren stützt belastbare Schlussfolgerungen.
  • Die Kapitel 4 bis 10 definieren auditierbare CMS-Anforderungen.
  • Auditergebnisse unterstützen Korrekturmassnahmen und Verbesserung.

Expert Insight

Wirksame CMS-Audits hängen davon ab, zu verstehen, wie Compliance in der Praxis gesteuert wird. Auditoren sollten Anforderungen über Richtlinie, Prozess, Ausführung und Überwachung hinweg nachverfolgen. Ist ein Glied dieser Kette schwach oder undokumentiert, wird es zum Schwerpunktbereich.

Nutzen Sie risikobasiertes Denken, um den Auditaufwand zu priorisieren. Compliance-Verpflichtungen mit hoher Auswirkung verdienen eine tiefere Prüfung und klarere Nachweisspuren.

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